Aufruf gegen die Teilnahme am CHE Ranking:

Das Institut für Politikwissenschaft hat sich entschieden in diesem Jahr wieder an der Befragung des CHE Rankings zu Studiengängen in Deutschland teilzunehmen. Wir sprechen uns gegen diese Empfehlung aus und rufen alle Politik-Studierenden auf, nicht an der Umfrage teilzunehmen!

Hintergrund:
Die Dachverbände Deutsche Gesellschaft für Politikwissenschaft (DGfP) und Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) hatten 2012 ein Moratorium der Teilnahme vor allem aufgrund methodischer Kritik empfohlen. http://www.dvpw.de/news/news-details.html?tx_ttnews%5Bpointer%5D=2&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1097&tx_ttnews%5BbackPid%5D=92&cHash=06b64908e1
Nach einer Überarbeitung der Fragebögen empfehlen die Gesellschaften nun allerdings den Wiedereinstieg und sehen vermeintlich „substantielle Verbesserungen am Erhebungsinstrument“. http://www.dvpw.de/news/news-details.html?tx_ttnews[tt_news]=1479&tx_ttnews[backPid]=92&cHash=c52ceae55f

Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS) hat sich dagegen aufgrund von methodischen sowie „wissenschaftspolitischen Bedenken“ für einen kompletten Ausstieg aus dem Ranking entschieden. http://www.soziologie.de/de/che.html

Die Fachschaft03 schließt sich dieser generellen Kritik des CHE Rankings an. Das vermeintliche Informationsportal fügt sich in den allgemeinen Trend der Wettbewerbslogik zwischen Hochschulstandorten in Deutschland ein. Auch das Institut für Politikwissenschaft in Frankfurt stimmt mit uns darin überein, dass das Ranking keinen wirklichen Mehrwert an Informationen gegenüber der Homepage des Institutes bietet, möchte aber zum Erhalt der „Sichtbarkeit“ des politikwissenschaftlichen Bachelor-Studienganges in Frankfurt, die Teilnahme an der Befragung wieder aufnehmen.

Wir sehen in dem Ranking kein geeignetes Informations- und Vergleichsinstrument und empfehlen daher allen Studierenden, die einen Fragebogen des CHE Rankings zugeschickt bekommen, diesen nicht zu beantworten.

Wir sprechen uns zudem für die Einrichtung eines alternativen Informationsportals aus, wie es inzwischen beispielsweise für soziologische und historische Studiengänge besteht. www.studium.org

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