Rassismus und Antisemitismus als Pathologien der Moderne – Eine Verhältnisbestimmung

Dass die Erfahrung von Rassismus zur traurigen Lebensrealität vieler in Deutschland lebender Menschen gehört ist keine neue Erkenntnis und offenbart sich der aufmerksamen Beobachterin in Folge von NSU-Prozess, „Migrationskrise“ und Aufstieg neuer rechter Bewegungen alltäglich. Dass die „Wiedergutwerdung der Deutschen“ (Eike Geisel) auch im Hinblick auf den Antisemitismus ins Stocken gerät ist allerdings neu. Die Anzahl antisemitischer Übergriffe und Beleidigungen steigt seit einigen Jahren europaweit wieder spürbar an und veranlasst in Europa lebende Jüdinnen und Juden verstärkt dazu, ihr Land zu verlassen.

Dabei gibt es vielfältige Initiativen, die sich dem Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus verschrieben haben. Leider sind diese oft in unzureichenden Problemanalysen geeint und subsumieren Rassismus und Antisemitismus als Diskriminierung unter anderen. Im Tutorium möchten wir anhand klassischer und kritischer Texte den Ursprüngen und Theorien von Antisemitismus und Rassismus nachgehen, um so Gemeinsamkeiten und Unterschiede besser verstehen zu können und für eine politische Praxis nutzbar zu machen.

Für die Teilnahme am Tutorium sind keine Vorkenntnisse nötig