selfcare zwischen neoliberalem Optimierungsdruck und Notwendigkeit

Das Private ist politisch. Self-care ist ein zeitgenössisches Phänomen, das einerseits verschiedene Konsumgüterindustrien hervorbringt und andererseits in einem durchaus sinnvollen Anliegen des sich-um-sich-sorgens wurzelt. In der neoliberalen Agenda nimmt Selbstoptimierung einen hohen Stellenwert ein. Selbstoptimierung für die besten Chancen im Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt und im Privaten. Self-care ist damit ein Teil der individuellen Verantwortung für das eigene Leben. Doch was passiert mit uns, wenn self-care ausschließlich dem Zweck der neoliberalen Selbstoptimierung dient?

Wir möchten uns in den Blöcken soziale Medien, Konsum, politischer Kampf und mentale Gesundheit dem Thema self-care annähern und dieses von verschiedenen Seiten betrachten. Im Vordergrund steht dabei immer wieder die Frage danach, wem Praktiken der self-care helfen.

Die gemeinsame Bearbeitung dieses Themenkomplexes soll einen Raum öffnen, in dem wir gemeinsam über Möglichkeiten der Wiederaneignung von self-care diskutieren können und darüber wie self-care emanzipative Bestrebungen unterstützen kann.