Fat Studies & Fat Empowerment

Die Fat Studies sind ein wenig institutionalisiertes Forschungsfeld. Dabei handelt es sich bei der von ihnen behandelten Persönlichkeitsdimension Körperumfang um eine zentrale Diskriminierungskategorie in vielen Gesellschaften.

Die Diskriminierung dicker Menschen drückt sich u.a. in ihrer stereotypisierenden und pathologisierenden Behandlung aus. Frauen* sind besonders davon betroffen. So beleuchtet z.B. Susie Orbach in ihrem Klassiker „Fat is a feminist issue“, wie sich hegemoniale Männlichkeit bzw. unterdrückte weiblich sozialisierte Identitäten im steten Streben um die Verbesserung bzw. Verkleinerung des weiblichen Körpers ausdrückt.

In diesem Tutorium setzen wir uns damit auseinander, was eigentlich die „Fat Studies“ und Fettendiskriminierung sind. Es soll der Raum geboten werden, sich kritisch mit den Herrschaftsverhältnissen auseinanderzusetzen, die sich am und im dicken Körper ausdrücken. Dazu sollen Begriffe wie Embodiment gemeinsam diskutiert werden, um sich der Frage anzunähern, wo die Schnittstellen von Körper und Kultur im dicken Körper liegen. Thema soll auch die internalisierte Disziplinierung / Diätideologie und eine Verknüpfung mit der Praxis des Fat Empowerment und der Solidarisierung mit diskriminierten Dicken sein.

Das Tutorium richtet sich an alle Interessierten, die sich kritisch und aus feministischer sowie intersektionaler Perspektive mit der Diskriminierung von dicken Menschen beschäftigen wollen. Es heißt dicke Menschen ganz besonders willkommen.

Bei Fragen oder Vorschlägen meldet euch gerne! English speaking students are welcome!

 

Kontakt: Anna – fatstudiesAT@gmail.com
Erstes Treffen: Montag, 24.04.17 um 20 Uhr im Woanders (Fachschaftencafé), PEG 1G.207