Körper und Sexualität als Aushandlungsfelder von Männlichkeit

In unserem autonomen Tutorium möchten wir über eine „klassische“ Perspektive auf Männlichkeit(-skonstruktion) hinausgehen und auf Spannungs- und Aushandlungsfelder von Männlichkeiten eingehen, die durch gesellschaftliche Diskurse einer „Entmännlichung“ unterworfen werden. Insbesondere werden hierbei die Bedeutung von Sexualität und Körper beleuchtet.
Trotzdem soll sich dem Thema über die „Klassiker“ der Männlichkeitsdebatte, Connell und Bourdieu, genähert werde. Im Anschluss an diese einführenden theoretischen Auseinandersetzungen erweitern wir die Perspektive auf Männlichkeit zunächst um eine psychoanalytisch-sozialpsychologische.
Nachdem in einem ersten Komplex also eine theoretische Beschäftigung mit der Konstruktion von Männlichkeit stattfand, wird im nächsten inhaltlichen Abschnitt versucht, sich gemeinsam in die Disability Studies einzulesen. Aufbauend auf das im ersten Teil gewonnene Theoriewissen wird vor allem die Frage nach dem Körper als Aushandlungsfeld von Männlichkeit diskutiert. Gemeinsam befassen wir uns hier mit der Anschlussfähigkeit von Disablity Studies und kritischer Männlichkeitsforschung und diskutieren, wie durch Zuschreibungen von Attributen Ausschlüsse von Männlichkeiten produziert werden. Mit der anschließenden Betrachtung von Sexualität setzen wir uns mit einem weiteren Feld, das sowohl mit Männlichkeit als auch dem Körper eng in Verbindung steht, auseinander. Hier könnte unter anderem das Konzept des Phallus behandelt und sich hierüber der Frage von Erektionsstörungen, die nicht über körperliche Ursachen erklärt werden können, genähert werden.

Kontakt: Nora und Britta, nora.schrimpf(at)posteo.de und britta(at)die-dobbens.de
Termin: Freitags, 14-16 Uhr im Frauen*raum/Feministischer Salon (PEG 2G215)