körper.wissen.- Eine experimentelle Annäherung an die Körpersoziologie.

Der Körper ist die elementare Bedingung sozialen Handelns. Als Forschungssubjekt bleibt der Körper jedoch zumeist unsichtbar. Angelehnt an die Unterscheidung von Körper und Leib soll in diesem Tutorium eine Brücke zwischen einer theoretisch-soziologischen Annäherung an den Körper und einer leiblich-affektiven Erfahrung desselben geschlagen werden. So sollen die Sitzungen zum einen aus der Diskussion körpersoziologischer Texte, zum anderen aus praktischen Übungen bestehen, die die Wahrnehmung des eigenen Körpers stärken – als Forschungssubjekt, im Verhältnis zu anderen Körpern, zum Raum.

Dabei sind drei thematische Schwerpunkte geplant: Unter der Überschrift „Körper als Werkzeug“ soll eine methodologisch-theoretische Annnäherung an das Feld der Körpersoziologie erfolgen. Hier soll unter anderem das Verhältnis der Konzepte von Körper und Leib behandelt werden. In dem Block „Körper in Interaktion“ wollen wir uns dem Zusammenspiel von Körper und Raum sowie verschiedener Körper miteinander widmen. Ein mögliches Thema stellt hier zum Beispiel „Berührung“ dar, die als Akt der ritualisierten nonverbalen Kommunikation im Alltag entweder „unsichtbar“ (Händedruck) oder sexualisiert wird. Der Block „Körper als Raum“ soll schließlich die Möglichkeit bieten, sich dem Körper als Ort der Konstruktion von Biologie und sozialen Sinnstrukturen zu widmen. Der Körper als physischer Raum bietet dabei eine Auseinandersetzung mit „Krankheit“ und „Ableness“ an, während er gleichzeitig auch als sozialer Raum eine praktische Erfahrbarkeit von Gender-Performance sowie Potentiale von Widerstand durch Körperlichkeit zu beleuchten vermag. Eure Anregungen zu Themen- und Textauswahl sind willkommen.

Kontakt: Carola und Sophie – carola.koeppel@posteo.de, sophiebauer@posteo.de
Erstes Treffen: Freitag, 21.04.17 um 12 Uhr im Woanders (Fachschaftencafé), PEG 1G.207