Kritische Gewerkschaftstheorien

Es ist deutlich, dass innerhalb der politischen Linken die Gewerkschaften als Organisation der Arbeiter*innen eine feste Größe darstellen. Dies zeigt sich vor allem in der Geschichte der Industrienationen. Umstritten und aktuell nur noch selten diskutiert hingegen ist die Einschätzung von Gewerkschaften aus theoretischer Sicht. Sehen Marx und Engels diese noch als festen Teil der Arbeiter*innenbewegung, beurteilt Lenin sie bereits einige Jahre später sehr viel kritischer. Dieser eklatante Unterschied, der sich auch im Vergleich zwischen I. und II. Internationale zeigt, verdeutlicht bereits die Weite des Spektrums der Gewerkschaftstheorien. Außerhalb dieser verschiedenen Perspektiven mit revolutionärem Anspruch lassen sich aber auch ganz andere, z.B. christliche Positionen finden. Innerhalb des Tutoriums wollen wir uns vor allem mit kritischen Ansätzen befassen. Im Vordergrund stehen dabei die grundlegende Debatte bei Marx sowie darauf aufbauende oder sich von dieser abgrenzende herrschaftskritische Strömungen wie Kritische Theorie, Operaismus oder Syndikalismus.
Das Tutorium soll einen ersten Überblick über die Debatten und deren Zusammenhänge und somit auch einen Anstoß zur Vertiefung bieten. Es soll zudem auch Studierende ansprechen, die keine Zeit für zusätzliche wöchentliche Verpflichtungen haben. Deshalb sollen die Treffen zunächst nur  zweimal monatlich stattfinden und können bei Bedarf ausgebaut werden.

Es wird ein Reader mit den Texten beim ersten Treffen zur Verfügung gestellt.

Kontakt: DGB Hochschulgruppe Frankfurt, studierende-dgb(at)dlist.server.uni-frankfurt.de
Termin: jeden 2. Mittwoch 14-16 Uhr ab 28.10.
Café Aufhebung (PEG 1G. 207)

siehe auch: Facebook-Seite der DGB Hochschulgruppe Frankfurt

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