Politics of Silence and Violence

Die koloniale Expansion und Herrschaft stellen wirkmächtige Ereignisse in der Geschichte sowohl des „globalen Nordens“ als auch des „globalen Südens“ dar und prägen Wissenschaft, Kultur, Philosophie, Literatur sowie Wirtschaft, Politik, Recht und Gesellschaft bis heute gewaltig mit. Im Autonomen Tutorium soll angelehnt an Nikita Dhawan’s „Impossible Speech: On the Politics of Silence and Violence“ (2007) das Verhältnis von Sprechakt, Verstummen und Gewalt aus postkolonialer Perspektive diskutiert werden. So soll zum einen die Gleichzeitigkeit von emanzipatorischem Potenzial und unterdrückerischer Gefahr des Sprechakts herausgearbeitet werden. Zum anderen werden die gewaltvollen Konsequenzen des silencing deutlich.
Ausgehend von verschiedenen grundlegenden Texten (Dhawan, Mohanty, Spivak) sollen danach von den Teilnehmer*innen ein Schwerpunkt bzw. Schwerpunkte bestimmt werden. Möglich wären hier zum Beispiel die Verhältnisse zu verschiedenen anderen Autor*innen und Denkschulen, Strategien der Ermöglichung des Verlassen von zum Schweigen gebrachten Räumen (z.B. Spivaks Verlernen der Privilegien) oder auch die stärkere Beschäftigung mit dem Konzept der Subalternität. Zum Abschluss sollen die Konsequenzen einer postkolonialen Philosophie und einer damit einhergehenden Politisierung dieser unter Bezugnahme auf die verschiedenen Ansätze der Theoretiker*innen diskutiert werden. Ist so etwas wie eine postkoloniale Philosophie möglich? Und wenn ja, wie kann sie anders imaginiert werden?

Kontakt: Lukas, Lukas.dintenfelder(at)yahoo.de
Termin: Die restlichen Sitzung werden gebündelt als Blocktermin stattfinden vom 15.-17.01.2016. Nähere Infos auf Anfrage direkt von Lukas

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