(Rechter) Antifeminismus

Antifeministische Sprüche und eine erstarkende maskulinistische Bewegung, ideologische Geschlechterbilder, die vermeintliche Gefahr der deutschen Kernfamilie und der Gesellschaft überhaupt durch den „Gender-Wahnsinn”: Die so genannte Kritik an „Gleichstellungswahn” und den Ideen der „Radikal-Feministinnen” beschränkt sich nicht auf ein rechtes Spektrum, sondern hat auch ein wohliges Plätzchen im Mainstream gefunden (vgl. hier). Ob nun Einzelgruppen oder fragwürdige Allianzen, antifeministische Positionen scheinen gesellschaftsfähig zu sein. Auch Bilder und Annahmen über und von Geschlechterrollen in konservativen bis neurechten, rechtsextremen und rechtspopulistischen Zusammenhängen sollten beleuchtet werden. Frauen sind darin oft vermeintlich unsichtbar und werden als Mitläuferinnen, Freundinnen oder Ehefrauen wahrgenommen (Dass allein diese Darstellung Stereotype über Geschlechterrollen reproduziert, ist klar). Darüber hinaus werden in diesen Zusammenhängen die traditionelle Familie und entsprechende Rollenverteilungen propagiert und müssen vor Bedrohungen von außen beschützt werden. Mit den verschiedenen Strömungen dieser Bewegung(en) wollen wir uns im Tutorium auseinandersetzen. Welche Hauptströmungen lassen sich identifizieren und welche sind ihre Motive? Was für Querfronten und Allianzen lassen sich erkennen?
Im Tutorium können wir gemeinsam Schwerpunkte herausarbeiten, denen wir uns ausführlicher widmen können.

Kontakt: Mara, mlinden(at)stud.uni-frankfurt.de
Erstes Treffen: Mittwoch, 20.04.16 um 14 Uhr im Feministischen Salon (PEG 2.215)