Transformationstheorien im Wandel

Eine metatheoretische Annäherung an normativ-kritische Gesellschaftsanalysen und daraus hergeleitete Politiken zur Überwindung des Bestehenden.

Dass es sich bei Gesellschaften nicht um statische, von Gott gegebene Entitäten handelt, sondern um höchst wandelbare, ist eine Erkenntnis aus der Aufklärung. Seitdem entstehen immer neue Vorstellungen und Theorien zur Erklärung von Ordnung und Wandel. Dabei handelt es sich nicht nur um Theorien, die aus rein analytischem Interesse an diese Fragen herangehen. Sondern auch um solche, die sich in ihrer Analyse radikal kritisch auf die herrschende Ordnung beziehen und somit implizit oder explizit auf einen Wandel gerichtet sind, so entsprechende Politiken evozieren, die auf die Überwindung der bestehenden Gesellschaftsordnung zugunsten einer besseren/befreiteren/fortschrittlicheren abzielen.
In dem Tutorium wollen wir uns diesen Theorien metatheoretisch annähern und herausfinden, wo eben jene Unterschiede in deren Gesellschaftsanalysen, ihren Kritiken und den daraus hergeleiteten Politiken sind. Angenommen wird hierbei, dass es verschiedene, nicht streng chronologisch zu begreifende ‚Phasen‘ der Transformationstheorien gibt, in denen die Fokusse der Theorien anders oder verschoben sind. Solche Phasen können zum Beispiel Schwerpunkte auf soziale Ungleichheit, Gegenmobilisierung oder Lebensformen legen.
Im Tutorium könnten – falls gewünscht – auch neuere Transformationstheorien behandelt werden. Ein thesenorientierter Ablaufplan liegt vor, ist aber lediglich ein Vorschlag. Das Konzept und die Literatur sollen jedoch offen für Einflüsse und Ideen der Teilnehmenden sein.

Kontakt: Max, maxtized(at)riseup.net

Termin: Die restlichen Sitzung werden gebündelt als Blocktermin anfang Febraur stattfinden. Nähere Infos bald hier, oder auf Anfrage direkt von Max

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